April 2016

April 2016,

krisenmanager16Es ist bereits der 06.04.2016 – es wird also höchste Zeit für ein neues Editorial. Das ist besonders wichtig, denn laut Statistik ist das Editorial vom März ganze 15 mal „geöffnet“ worden. Okay das heißt gar nichts, geöffnet und gleich wieder geschlossen wird ja wohl der Normalfall sein.
Doch ist das nicht sehr pessimistisch? Möglich wäre es ja in der Theorie, dass alle 15 „Öffnende“ (klingt besser als „Öffner“) es von vorne bis hinten gelesen haben.
Nun, das ist jetzt aber wieder sehr optimistisch, mag ein Leser des jetzigen, aktuellen Artikels anmerken. Womit er oder sie wohl Recht hat.

Die Frage zu stellen, ob dieses Editorial auf dieser Internetseite oder gleich beides, also der Text und der Rest hier, überhaupt eine Berechtigung haben, darf da ohne Furcht gestellt werden. Ich kann es auch beantworten: Ja es hat einen Sinn – zumindest für den Schreiber, der ja wohl versucht, sich bei irgendwem interessant und/oder beliebt zu machen. Wenn man wenigstens wüsste für wen, dann könnte man diesen Text hier fokussieren oder ausrichten auf ein Ziel. So stochert man als Schreiber nur im Nebel herum, wie ein echter Loser (=gesprochen „Luhsä“ und es ist Englisch für Verlierer!).

So ein Loser wird man in Deutschland übrigens sehr leicht, wenn man bedenkt, dass 10% der Bevölkerung 60% des Vermögens besitzen. Andersherum klingt das noch besser 90% der Bevölkerung besitzen 40% des Vermögens.

Klingt ungerecht, vor allem wenn man sicher ist, dass man bei den 90% dabei ist. Schlimmer wird es noch, wenn man weiß, dass es so bleibt, denn die Aufstiegschancen sind statistisch gesehen gering! Dazu gleich zwei Buchempfehlungen:

Nach zu lesen ist das in dem aktuellen Buch von Marcel Fratzscher „Verteilungskampf“, in dem er unserer Marktwirtschaft die Leviten liest. Ähnlich sieht das auch, als „Linke“ schon von Berufs wegen, Sahra Wagenknecht, die leider immer noch eher unterschätzt als geschätzt wird, in ihrem neuesten Buch Reichtum ohne Gier: Wie wir uns vor dem Kapitalismus retten“.

Erfreulich ist, dass das Thema Ungleichheit zur Zeit immer öfter diskutiert wird. Schon aus wirtschaftlichen Gründen besteht nämlich dringender Handlungsbedarf: Die Reichen und Superreichen, die schon alles haben und deshalb nur noch wenig kaufen, tun nichts Signifikantes mehr für das Wirtschaftswachstum!! Pfui!
Wir anderen 90%igen können das wirklich nicht auffangen, denn es fehlt uns dazu schlicht  die Kohle! Wir tun also auch nicht gerade viel für das Wachstum.

Ohne Wachstum aber, so glauben es die herrschenden, fälschlicherweise sogenannten „Neoliberalen“, funktioniert diese Marktwirtschaft aber nicht. Pech oder? Eine „Nullwachstumswirtschaft“ oder eine „Schrumpfwirtschaft“ oder etwas, jenseits des schädlichen vorherrschenden Modells, können die sich wirklich nicht vorstellen.
Zumindest Sahra Wagenknecht hat einiges entgegen zu setzen. Das Buch ist deshalb mehr als eine Kaufempfehlung wert.

In der Zwischenzeit könnte man doch schon mal mit dem Umverteilen anfangen!!!!!!

Euer Krisenmanager, im April 2016