Mai 2017

Wir sind alle beschäftigt. Gefühlt sind die meisten wohl sogar sehr beschäftigt. Ich nehme mich davon gar nicht aus. Um die Beschäftigung zum Broterwerb kommen die meisten von uns ja nicht drum herum, weil wir ja unser Geld nicht für uns arbeiten lassen können. Wollten wir das tun, dann müsste es auf den Klecks Erspartes richtig gut Zinsen geben – was seit Längerem nicht mehr der Fall ist.
Mit was sind wir also beschäftigt, vom Broterwerb mal abgesehen? Sind wir politisch engagiert bei AFD oder SPD oder gar alternativ bei campact? Wahrscheinlich nicht?
Haben wir ein extensiv auszulebendes Hobby, die elektrische Eisenbahn im Keller oder haben wir ein anderes Thema zum Beispiel Sport oder Yoga oder Gewaltfreie Kommunikation (GFK) oder irgendwas anderes?

Oder gehören wir zur Mehrheit, die außer der Gestaltung des eigenen Lebens wenig bis gar nichts tut, wo also Dinge wie die Auswahl es richtigen Films oder der Serie und der Marke der Kartoffelchips, das passende Make-Up, Auto, Kleidung und Hund stark im Vordergrund stehen.

Womit sind wir alle so beschäftigt, dass der Verkehr auf den Straßen so brummt?
Weiß ich natürlich nicht – es fällt mir ja schon schwer fest zu halten, womit ich selber beschäftigt bin.
Ja, es fällt auf, dass zum Beispiel nicht besonders viel Zeit in die Pflege dieser Internetseite fließt, okay. Tut aber nichts zur Sache, weil sowieso „irrelevant“!


Wenn ich es mir recht überlege, dann tu ich ziemlich viel, sogar, wenn ich die inneren Prozesse, also das Nachdenken über Gott und die Welt und natürlich über mich selbst mal weglasse.
Ich sitze zum Beispiel drei Stunden in der Woche auf meinem Heimtrainer und strample, ich spiele ungefähr genauso so lange auf meinen Gitarren, jeden Tag ein bisschen. Ich telefoniere mit Mutti, den Kindern und und und …
Ich beschäftige mich eine Stunde täglich mit meinem Smartphone, wobei ich hier laut Kontroll-App hauptsächlich auflade und den Startbildschirm, wegen der Zeitanzeige, nutze und private Nachrichten über Threema versende.
Ich gehe circa 1 Stunde pro Woche einkaufen und lese drei bis vier Stunden, entweder den Spiegel, ein Fachbuch und ab und zu mal einen Roman.

Wenn ich ganz ehrlich bin, verbringe ich auch viel Zeit im Internet. Dort lese ich die Online-Präsenzen einiger Tageszeitungen und hauptsächlich recherchiere ich sinnloses Zeug. Schau mir Mischpulte und Musikinstrument an.

Okay, ich schlafe auch mal vor dem Fernseher ein, weswegen mir meine aktuelle Serie (Hap & Leonhard) wahrscheinlich für den Rest meines Lebens reichen wird.

Zusätzlich mach ich natürlich alles, was jeder tun muss – Körperpflege und so.
Auch Beziehungspflege und soziale Kontakte muss ich mehrere Stunden pro Woche angeben!
Was gibt es denn schöneres als ein gutes Gespräch mit Freunden, vielleicht sogar bei einem guten Essen. Diskussionen führen über Trump, die Ausländerfeindlichkeit oder sogar – Freundlichkeit oder über Konzerte oder irgendwas anderes.

Das sind schon die Highlights bei mir und ich glaube, die Mischung macht es aus. Viel Abwechslung, zwischen Ruhe und Bewegung, allein sein und zusammensein! Wäre da nicht die Welt da draußen mit ihren Bedrohungen und Krisen (über die ich heute nichts schreiben möchte), dann wär` es ein rundum schönes Leben, zur Zeit!

Und wie geht es dir?

Euer Krisenmanager, im Mai 2017