Oktober 2019

Es ist jetzt wirklich und tatsächlich ziemlich genau ein Jahr her, dass ich den Beitrag „Meine Klimakatastrophe_Teil 1“ hier veröffentlicht habe. Ich habe das Teil 1 genannt, wahrscheinlich, weil ich der Überzeugung war, dass dieses Thema mich, uns, und alle anderen noch länger beschäftigen wird. Seither ist viel passiert zum Glück auch Vieles, das wirklich positiv ist.
Vor einem Jahr habe ich zum ersten Mal von Gretha Thunberg gehört, mir aber nichts dabei gedacht. Ich wusste da schon von Fridays for Future aber ich hatte keine Ahnung, wie big das werden würde und hab ehrlich gesagt nicht geglaubt, dass unsere „Profis“ wie z. B. der FDP-Lindner, das mal wahrnehmen würden. Sein sinngemäßes Zitat: „Die sollen das Thema mal lieber den Profis überlassen!“ würde er jetzt bestimmt lieber nie gesagt haben.
Also, geschafft haben Greta und ihre Unterstützer, dass die Klimakatastrophe, ich kann es nicht anders nennen zum Thema Nummer Eins wurde. Das ist mehr als alle Umweltorganisationen zusammen erreicht haben und die arbeiten sich wahrlich schon lange an dem Thema ab. Ob es ohne diese Bewegung überhaupt zum Klimapaket der Bundesregierung gekommen wäre?
Ehrlich gesagt halte ich nicht viel von diesem Paket. Wer sich dafür interessiert, kann es downloaden und zwar hier <klick>!
Es beschäftigt sich damit, so quasi auf den letzten Drücker die CO2 -Ziele zu erreichen, was die meisten Experten angesichts der Maßnahmen und der vorgelegten Zeitpläne leider nicht glauben können.
Es geht in dem Paket eben nicht um effiziente Sofortmaßnahmen sondern um weitestgehende Schmerzfreiheit für alle. Hier ein Teil des Originaltextes zur Erläuterung:

„Das Klimaschutzprogramm 2030 besteht aus vier Elementen zur konkreten CO2-Emissionsminderung: Das erste Element sind Förderprogramme und Anreize zur CO2-Einsparung. Durch diese Maßnahmen stellt die Bundesregierung sicher, dass CO2-Minderung insgesamt praktisch realisierbar sowie wirtschaftlich, sozialverträglich und finanzierbar ist. Im Sinne einer Anschubfinanzierung werden alle Förderprogramme bis max. 2030 terminiert. Das zweite Element besteht in der Bepreisung von CO2, wodurch volkswirtschaftlich effizient Innovationen und CO2-Emissionsvermeidung angereizt werden. Die Bepreisung hat nicht das Ziel, Einnahmen für den Staat für andere Zwecke zu erzielen. Alle zusätzlichen Einnahmen aus der CO2 Bepreisung werden daher in die Klimaschutzfördermaßnahmen reinvestiert oder, und das ist das dritte Element, in Form einer Entlastung den Bürgern zurückgegeben. Das vierte Element besteht in regulatorischen Maßnahmen, die spätestens 2030 verstärkt greifen. „

Die wichtigste und am schnellsten wirksame Maßnahme, nämlich die Reduzierung der Fleischpruduktion oder besser der kompletten Fleischindustrie bis hin zur notwendigen Abschaffung dieser Klimakiller- und Hungerförder-Industrie und somit dem kompletten Umbau unserer Landwirtschaft und der unvermeidlichen Anpasung unserer Essgewohnheiten kommt schlicht mit keinem Wort vor.
Es zeigt sich also keineswegs eine entschlossene Handlungsstrategie sondern lediglich eine Wolke der Verschleierung des Nichtstuns.
Man mag Greta mögen oder nicht – leider hat sie recht – mit Allem.

Es.